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05.03.2013 Beginn der Krötensammlung

Krötensammlung am Grünwiesenweiher 2013

Am Dienstag den 5. März war der Boden im Bereich der beiden Krötenzäune an der Kreis- und Bundesstraße am Grünwiesenweiher soweit aufgetaut, dass die Löcher für die Fangeimer ausgehoben und die Eimer durch die Mitglieder der Hausener Vogel- und Naturschutzgruppe eingegraben werden konnten.

An einer Stelle war der Zaun die durch einen umgefallen Baum zerstört, hier wurden die Bretter auf ca. 10 m Länge ausgetauscht.

In den Nächten zum Mittwoch und Donnerstag erreichten die Tagestemperaturen bereits einen 2 stelligen Bereich und das Eis im Grünwiesenweiher begann bei Sonneneinstrahlung langsam von Rand her zu schmelzen.

In der Nacht fielen die Temperaturen jedoch nochmals weit unter den Gefrierpunkt. Bei dieser Kälte findet noch keine Wanderung statt.

Als dann am Donnerstagabend leichter Regen einsetzte, war für die ersten Kröten das Startsignal für die Wanderung zum Laichgewässer gegeben. So schaute am Freitagmorgen bereits eine Kröte bei der Kontrolle aus dem ersten Eimer. An der Kreis und Bundesstraße summierte sich die Anzahl jeweils auf 9 in der Summe auf 18 Exemplare.

Herr Bender aus Anspach war mit seiner Kamera zum Grünwiesenweiher gekommen, um von der tauenden Eisfläche des Grünwiesenweihers, im Morgennebel ein paar Fotos zu erstellen. So sind auch die Fotos vom ersten Aussetzen der Kröten an einer kleinen eisfreien Stelle am Ufer des Grünwiesenweihers entstanden.

 

   

 

 

 

14.11.2012 Rund um den Speierling – Vortrag von Heiko Fischer

Bei der gemeinsamen Veranstaltung vom Obst- und Gartenbauverein und der Vogel- und Naturschutzgruppe begrüßten Elke Stark und Guntram Löffler die Anwesenden.

Der Speierling ist eine Wildobstsorte, er gehört zur Gattung SORBUS (Rosenholzgewächse) und stammt aus dem Mittelmeerraum. In Kronberg wurden die Bestände 1997 erstmals erfasst, sie sind zum Teil älter als 80 Jahre. Die Anzucht des Speierlings erfolgt durch spezialisierte Baumschulen unter Berücksichtigung der genetischen Unterschiede, die gegeben sein müssen.

Der Waldspeierling ist seit ca. 10.000 Jahren bekannt, der Feldspeierling wurde vor ca. 2.000 Jahren von den Römern kultiviert. Der „Dicke“ von Ockstadt ist der größte Speierlingsbaum mit einem Stammdurchmesser von 1.40 m und einem Kronendurchmesser von 21 m. Die Krone wird mit verspannten Tauen zusammen gehalten. Eindrucksvolle Dias wurden auch von anderen Speierlingsbäumen gezeigt, sowohl belaubt als auch im Winter, wo die Verästelungen besonders gut zu sehen sind. 2/3 der Bäume sind linksdrehend und ca. 1/3 rechtsdrehend. Im zersetzten Innenholz bilden sich wieder Wurzeln, die im Kernholz nach unten gehen. Verwandt mit dem Speierling (SORBUS DOMESTICA), der Kalkböden liebt, ist die Elsbeere (SORBUS TORMINALIS), die sauren Boden braucht, die Vogelbeere (SORBUS ACCUPARIA), bekannt auch als Eberesche, und die Mehlbeere (SORBUS ARIA).

Die Blätter sind gefiedert und an den Fruchtzweigen hängen viele kleine rote bis gelbe Früchte in Apfel- oder Birnenform, die nach der Ernte handverlesen werden. Aus den unreifen Früchten wird Saft gepresst, wobei 100 ltr. Apfelwein ½ ltr. Speierlingssaft beigegeben wird, der als Speierling-Apfelwein bekannt ist. Früher verwendete man die reifen Früchte gegen Durchfall, heute werden Liköre, Brände (Preis pro Liter ca. 100 Euro), Mus und Marmelade hergestellt.

Das sehr harte Holz wurde früher zum Herstellen von Deichseln und zum Drechseln verwendet, heute zum Bau von Instrumenten und in der Möbelindustrie.

Im Speierlingssteckbrief werden u. a. Standort, Höhe und Alter erfasst, 20 Bäume sind über 100 Jahre alt. Der Abstand zwischen den Bäumen sollte 15 m betragen. Kalte Winde bekommen dem Speierling schlecht, nasse Füße liebt er auch nicht, gut ist eine Hanglage, wo das Wasser abfließen kann. Zum Mulchen wird Stroh verwendet, Kalken ist ebenfalls nützlich. Jungpflanzen werden zum Schutz gegen Wühlmäuse in Drahtkörben gepflanzt.

Bei den Speierlingen gibt es viel Astbruch, die Bäume können nicht klein gehalten werden. Ein Verjüngungsschnitt ist daher nicht einfach. Veredlungsbeispiele wurden ebenfalls gezeigt. Wegen des unterschiedlich schnellen Wuchses von Vogelbeere und Speierling ist eine Veredlung problematisch, die Veredlungsstelle ist auch eine Sollbruchstelle. Auch auf einige Krankheiten wies Heiko Fischer hin wie den Schmetterling Blausieb, dessen Maden sich 2 Jahre lang durch das Holz fressen. Baumkrebs ist auszuschneiden und mit fungizidhaltigem Mittel zu bestreichen, das Werkzeug ist danach zu reinigen. Auch Feuerbrand tritt auf über die Wirtspflanze Cotoneaster.

Zum Schluss wurde der „Schönste Baum Deutschlands Nr. 1“ aus Kronberg gezeigt mit seiner sehr eindrucksvollen Kandelaberkrone.

 

Hanne Stallmach