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Pressemitteilungen

26.06.2017  Taunuszeitung     Neuer Apfelwein-Hessenmeister ist Rudi Maas aus Hausen-Arnsbach

 

06.06.2017  Taunuszeitung         14. Apfelweinwettbewerb

16.06.2016 Usinger Anzeiger   T. Steinmetz sichert sich Platz 1 im Apfelweinwettbewerb

14.06.2016 Taunuszeitung        Apfelweinwettbewerb

14.10.2015   Taunuszeitung       Kelterfest - Was für ein Genuss

06.03.2014  Taunuszeitung:    Errichten einer Benjeshecke

21.07.2012  Usinger Anzeiger Leserbrief Von Guntram Löffler:

Es gibt wichtigere "Böse Pflanzen"
Zur Zeit blüht am Straßenrand und auch auf ungepflegten Wiesen das Jakobskreuzkraut, botanisch Senecio jacobaea und wie jedes Jahr wird über die Gefährlichkeit und insbesondere über die Bekämpfung berichtet. 

Natürlich darf man die Giftigkeit dieses Krautes nicht unterschätzen. Aber warum, fragt man sich, ist Jahr für Jahr das Jakobskreuzkraut auf der Liste der "bösen" Kräuter, die es zu vernichten gilt. Gibt es nicht weitere und häufigere Giftpflanzen in unserer Flora, die dann auch ordnungsgemäß auf der Deponie Brandholz entsorgt werden müssten? 

Ich denke hierbei zum Beispiel an Maiglöckchen, Herbstzeitlose, Eiben, Efeu, Engelstrompete und Fingerhut, um nur einige wenige bei uns heimische oder häufige Pflanzen in den Gärten und der freien Natur zu nennen. Nicht vergessen darf man in diesem Zusammenhang natürlich auch die Kartoffel, bei der der Verzehr der oberirdischen Pflanzenteile zu Durchfall bis hin zur Atemlähmung führen kann. Hier kommt sicherlich niemand auf die Idee, die Vernichtung der Kartoffeläcker zu empfehlen. 

Die Gefährlichkeit des Jakobskreuzkrautes soll nicht heruntergespielt werden, da insbesondere Pferde und Rinder durch diese Kraut Schaden erleiden können, da das Gift der Pflanze im Körper der Tiere "gespeichert" wird und oft erst nach Monaten toxisch bis tödlich wirkt. Ein Rind mit ca. 700 kg Gewicht muss aber immerhin rund 100 kg frisches Jakobskreuzkraut fressen, bis die tödliche Dosis erreicht ist. Rechnerich sind das rund 1.500 Triebe dieses Krautes!
 
Aus meiner Sicht ist es für unsere Natur bedeutend wichtiger, dass Neophyten wie der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) und das Drüsige Springkraut (Impatens glandulifera) im Zaum gehalten werden. Der Riesenbärenklau ist Dank der flächigen Bekämpfung in den letzten Jahren deutlich zurückgedrängt worden. Das Drüsige Springkraut hingegen, das ebenfalls zur Zeit "so schön" blüht, verbreitet sich immer stärker an Bachläufen (Weil und Usa) und feuchten Auen und verdrängt dort die angestammte Vegetation. Hier sollten nicht nur die Naturschutzgruppen sondern auch die gemeindlichen Bauhöfe tätig werden und aktiven Naturschutz betreiben.
 
Guntram Löffler
Hauptstr. 73
61267 Neu-Anspach